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Stumme Karten

In der Romanistik werden die Karten eines Sprachatlasses seit jeher in einem zweistufigen Verfahren von Hand ausgewertet. Zuerst werden die darauf im transkribierten Volltext enthaltenen originalen Informationen von einem Linguisten nach bestimmten linguistischen Kriterien zielgerichtet gruppiert (bzw. „typisiert“). Daran anschließend werden diese typisierten Informationen in kartographisch passender Form auf „stumme Karten“ übertragen. Dieses Prozedere wurde erstmals im Jahr 1906 von Karl Jaberg mit Blick auf den ALF beschrieben (Zs. f. rom. Philologie 30, 512). Die „stummen Karten“ enthalten in aller Regel das Netz der Kenn-Nummern der Messpunkte des betreffenden Sprachatlasses nebst einigen zusätzlichen topographischen und politischen Angaben. Sie stehen idealiter dem Sprachgeographen in großer Stückzahl als Verbrauchsmaterialien zur Verfügung.

 

Hier findet man die Netze des ALD-I sowohl in polygonisierter als auch in originaler bzw. naturgetreuer Form, wobei beide Netze mit den Köpfen „ALD“ und „ALD-I“ zur Verfügung stehen.